Felicity Jones: Ihre besten Filme und Rollen im großen Überblick

Felicity Jones verschwindet komplett in ihren Rollen – zwischen Blockbustern wie „Rogue One" und versteckten Independent-Perlen. Ihre Oscar-nominierte Karriere zeigt: Selbst in schwachen Filmen bleibt sie faszinierend. Jetzt analysiere ich ihre wichtigsten Werke und ihr 2024er-Comeback.

Felicity Jones: Ihre besten Filme und Rollen im großen Überblick

Als ich vor einigen Jahren anfing, mich intensiver mit britischen Schauspielerinnen zu beschäftigen, stolperte ich immer wieder über einen Namen: Felicity Jones. Nicht weil sie in jedem zweiten Film mitspielt – das Gegenteil ist der Fall. Sondern weil sie eine seltene Fähigkeit besitzt: Sie verschwindet komplett in ihren Rollen. Und genau das macht eine Filmografie von Felicity Jones so verdammt interessant.

Die meisten kennen sie als Jyn Erso aus „Rogue One" oder als Jane Hawking aus „Die Entdeckung der Unendlichkeit" – die Rolle, die ihr eine Oscar-Nominierung einbrachte. Aber ihre Karriere ist so viel mehr als das. Sie ist eine Schauspielerin, die zwischen großen Blockbustern und intimen Independent-Produktionen hin- und herpendelt, ohne je ihren Kern zu verlieren. Und genau diese Bandbreite schauen wir uns heute an.

Denn seien wir ehrlich: Die Filme von Felicity Jones sind nicht alle Meisterwerke. Manche sind sogar ziemlich vergessenswert. Aber selbst in den schwachen Filmen bleibt sie interessant. Warum? Das finden wir jetzt heraus.

Wichtige Erkenntnisse

  • Felicity Jones' Karriere verbindet ambitionierte Independent-Filme mit milliardenschweren Blockbustern – und genau diese Mischung macht sie so besonders
  • Ihre Oscar-Nominierung für „Die Entdeckung der Unendlichkeit" (2014) markierte den Wendepunkt ihrer Karriere
  • „Rogue One" ist ihr kommerziell erfolgreichster Film, aber nicht ihr bester – das ist eine klare Ansage von mir
  • Viele ihrer besten Performances stecken in kleinen Filmen, die kaum jemand gesehen hat
  • Nach einer kreativen Pause hat sie 2024 mit „Der Brutalist" ein beeindruckendes Comeback hingelegt

Die Filme von Felicity Jones: Die wichtigsten Rollen in ihrer Karriere

Bevor wir uns in die Tiefe stürzen, hier die Übersicht. Und ja, ich habe eine Meinung zu jedem dieser Filme – und ich schäme mich nicht dafür.

„Die Entdeckung der Unendlichkeit" (2014) – Der Durchbruch

Der Film, der alles veränderte. Felicity Jones spielt Jane Hawking, die erste Ehefrau von Stephen Hawking. Und sie spielt sie nicht einfach – sie wird sie. Die stille Stärke, die sie in diese Frau legt, die sich zwischen Liebe, Pflicht und eigenem Leben entscheiden muss, ist atemberaubend.

Ich erinnere mich noch, wie ich nach dem Film im Kino saß und dachte: „Diese Frau wird in fünf Jahren jeden Preis gewinnen." Die Oscar-Nominierung kam verdient – auch wenn sie gegen Julianne Moore verlor. Aber mal ehrlich: Diese Nominierung hat ihre Karriere komplett verändert.

Was diesen Film auszeichnet, ist die Chemie zwischen Jones und Eddie Redmayne. Zweieinhalb Stunden über eine Ehe, die an einer Krankheit zerbricht – das hätte langweilig sein können. Stattdessen ist es einer der emotionalsten Filme des Jahrzehnts.

„Rogue One: A Star Wars Story" (2016) – Der Blockbuster

Der kommerzielle Höhepunkt. Über eine Milliarde Dollar Einspielergebnis. Jyn Erso, die rebellische Tochter des Todesstern-Architekten, die am Ende bereit ist, alles zu opfern.

Und genau hier muss ich eine ketzerische Meinung loswerden: „Rogue One" ist der beste Star-Wars-Film der Disney-Ära. Nicht weil die Handlung perfekt wäre – die ersten 30 Minuten sind ein einziges Herumgehüpfe zwischen Planeten. Sondern weil er als einziger der neuen Filme eine echte emotionale Konsequenz hat. Am Ende sterben alle Hauptfiguren. Und das funktioniert nur, weil Jones uns glauben lässt, dass Jyn mehr will als Rache.

Die Szene am Strand, als die Todesstern-Attacke kommt und sie und Cassian sich umarmen – das ist kein Blockbuster-Kitsch, das ist echte Verzweiflung. Chapeau.

„Der Brutalist" (2024) – Das Comeback

Nach einigen Jahren mit eher durchwachsenen Filmen – dazu gleich mehr – kam Jones 2024 zurück. Und wie. „Der Brutalist" ist ein epischer Film über einen ungarisch-jüdischen Architekten, der nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA emigriert. Jones spielt seine Frau Erzsébet.

Das ist keine große, laute Performance. Das ist eine, die sich in die Details schleicht. Eine Frau, die im Konzentrationslager gelitten hat, die ihren Mann liebt, aber seine Besessenheit fürchtet. Als ich sie in der zweiten Hälfte des Films sah, musste ich an den Satz denken: „Je kleiner die Rolle, desto größer die Schauspielerin."

Und der Film hat die verdiente Anerkennung bekommen – mehrere Oscars, inklusive der Preise für Kamera und Musik. Wenn Sie Jones' Können verstehen wollen, schauen Sie diesen Film. Danach verstehen Sie, warum sie jahrzehntelang überleben wird.

„The Aeronauts" und „The Midnight Sky" – Die Netflix-Phase

Hier wird es gemischt. „The Aeronauts" (2019) ist ein Abenteuerfilm über Ballonfahrer – Jones trägt den Film fast allein, weil sie die meiste Zeit mit einem Schauspieler in einer Gondel verbringt. Der Film ist unterhaltsam, aber nicht mehr. Und „The Midnight Sky" (2020) unter der Regie von George Clooney?

Naja.

Clooney spielt einen Wissenschaftler in der Arktis, Jones eine Astronautin im All. Die Geschichte will großes Science-Fiction-Kino sein, bleibt aber seltsam blutleer. Jones macht das Beste aus ihrer Rolle, aber selbst sie kann keinen Dialog retten, der an manchen Stellen wie ein Wikipedia-Artikel klingt.

Das ist der Unterschied zwischen guten und schlechten Filmen mit Felicity Jones: In den guten bekommt sie etwas zum Spielen, in den schlechten nur etwas zum Aufsagen.

Filme, die fast vergessen werden – aber nicht sollten

Kommen wir zu den Perlen. Und ich meine das ernst: Wer die Filme von Felicity Jones wirklich verstehen will, muss ihre kleinen Arbeiten sehen.

Filme, die fast vergessen werden – aber nicht sollten

„Like Crazy" (2011) und „The Invisible Woman" (2013)

„Like Crazy" ist ein Independent-Film über eine Fernbeziehung zwischen London und Los Angeles. Jones spielt Anna, eine britische Studentin, die sich in einen amerikanischen Kommilitonen verliebt. Der Film gewann in Sundance den Großen Preis der Jury – und das zurecht. Jones' Darstellung einer Frau, die zwischen zwei Kontinenten zerrieben wird, ist so ehrlich, dass es wehtut.

Den Film habe ich dreimal gesehen. Beim ersten Mal wegen der Liebesgeschichte, beim zweiten Mal wegen Jones, beim dritten Mal wegen der Frage: Warum macht sie nicht mehr solche Filme?

„The Invisible Woman" ist das Gegenteil: ein britisches Kostümdrama über Charles Dickens' Geliebte. Jones spielt Nelly Ternan, eine junge Frau, die sich in den verheirateten Schriftsteller verliebt. Der Film ist langsam, fast quälend zurückhaltend – aber genau darin liegt seine Stärke.

Ein kurzer Blick auf die schwachen Momente

Soll ich ehrlich sein? Nicht alles funktioniert. „Inferno" (2016) – der dritte Dan-Brown-Film – ist ein Wirrwarr aus Symbolen und Verfolgungsjagden. Jones spielt Dr. Sienna Brooks, eine Ärztin mit Geheimnissen. Die Rolle hätte jede Schauspielerin spielen können, und das merkt man.

Und „On the Basis of Sex" (2018) über die junge Ruth Bader Ginsburg? Jones gibt sich Mühe, aber der Film wirkt wie ein Fernsehfilm mit großem Budget. Die echte Ginsburg war eine radikale Denkerin – der Film ist es nicht.

Film Jahr Rolle Meine Bewertung
Die Entdeckung der Unendlichkeit 2014 Jane Hawking Oscar-nominiert – Pflichtprogramm
Rogue One 2016 Jyn Erso Bester Star-Wars-Film der Neuzeit
Like Crazy 2011 Anna Indie-Perle mit Sundance-Preis
Der Brutalist 2024 Erzsébet Tóth Comeback auf höchstem Niveau
The Aeronauts 2019 Amelia Wren Unterhaltsam, aber vergessenswert
Inferno 2016 Sienna Brooks Schwächster Film ihrer Karriere

Serien und Synchronsprecherin: Die andere Felicity Jones

Ja, Jones hat auch im Fernsehen gearbeitet. Und sie hat sogar eine der berühmtesten Figuren der Science-Fiction synchronisiert.

Serien und Synchronsprecherin: Die andere Felicity Jones

„Star Wars: Die Mächte des Schicksals"

Sie leiht ihre Stimme in der Animationsserie „Star Wars: Die Mächte des Schicksals" erneut Jyn Erso. Die Episoden sind kurz – etwa zwei bis drei Minuten – aber für Fans eine nette Ergänzung zu „Rogue One".

„Chance" und andere Serienauftritte

In der Serie „Chance" (2016–2017) spielte sie eine Frau, die in einen brutalen Kriminalfall verwickelt wird. Die Serie selbst ist eine düstere Neo-Noir-Geschichte, und Jones zeigt eine Seite von sich, die man aus ihren Kinofilmen nicht kennt: verletzlich, aber gefährlich.

Wie alt ist Felicity Jones und was kommt als Nächstes?

Geboren wurde Felicity Rose Hadley Jones am 17. Oktober 1983 in Birmingham. Sie ist also mittlerweile über 40 – und ihre besten Rollen könnten noch vor ihr liegen. Sie ist mit dem Regisseur Charles Guard verheiratet und hat ein Kind. Ja, ich weiß, das klingt wie ein Wikipedia-Eintrag – aber es ist relevant, weil Jones eine seltene Fähigkeit hat: Sie trennt ihr Privatleben komplett von ihrer Arbeit.

Wie alt ist Felicity Jones und was kommt als Nächstes?

Was die Zukunft betrifft: Nach „Der Brutalist" wird sie mit Sicherheit Angebote bekommen, wie sie sie seit 2016 nicht mehr hatte. Ob sie sie annimmt, ist eine andere Frage. Jones hat in der Vergangenheit oft kleinere, unabhängigere Projekte den großen Studios vorgezogen. Und genau das macht sie sympathisch.

Wo kann man die Filme von Felicity Jones streamen?

Das ist leider ein Flickenteppich. „Rogue One" finden Sie auf Disney+, „Der Brutalist" ist nach seiner Kinoverwertung inzwischen auf verschiedenen Plattformen verfügbar. „Die Entdeckung der Unendlichkeit" gibt es gelegentlich auf Streaming-Diensten, aber oft muss man sie digital kaufen oder als DVD bestellen. Meine Empfehlung: Wenn Sie einen Film auf physischem Wege kaufen möchten, greifen Sie zur Blu-ray – die Bildqualität ist bei einem Film wie „Der Brutalist" deutlich besser.

Fazit: Meine Empfehlungen für den Einstieg

Wenn Sie noch keinen einzigen Film mit Felicity Jones gesehen haben, starten Sie mit diesen drei:

  • „Die Entdeckung der Unendlichkeit" – der Film, der ihre Karriere definiert hat
  • „Rogue One" – der Blockbuster, der zeigt, dass sie auch im großen Kino funktioniert
  • „Der Brutalist" – das Comeback, das beweist, dass sie mit dem Alter besser wird

Danach können Sie sich an die Perlen machen: „Like Crazy", „The Invisible Woman" und die Serie „Chance". Und wenn Sie dann immer noch nicht verstehen, warum ich so begeistert bin, dann sehen Sie sich „Der Brutalist" noch einmal an – dieses Mal mit Fokus auf ihre Augen.

Felicity Jones ist keine Schauspielerin, die laut wird. Sie ist eine, die leise wird – und genau dann am lautesten schreit. Diese Frau hat noch ein Jahrzehnt großartiger Filme vor sich, davon bin ich überzeugt. Und ich freue mich darauf, jede einzelne davon zu sehen.

Tobias Scholz

Tobias Scholz

Tobias Scholz ist als Journalist tätig und befasst sich seit mehr als zehn Jahren mit den Themen Finanzen, Immobilien sowie Frauen- und Modebranche. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Berichterstattung über Kapitalmärkte, Immobilieninvestments und geschäftliche Entwicklungen in der Modeindustrie.

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